{"id":194,"date":"2013-03-14T19:54:52","date_gmt":"2013-03-14T17:54:52","guid":{"rendered":"http:\/\/mzh-muenster.de\/?page_id=194"},"modified":"2017-12-09T19:19:52","modified_gmt":"2017-12-09T17:19:52","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mzh-muenster.de\/?page_id=194","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Verein baut eine Turnhalle<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Turnhalle wurde bereits 1904 \u201eim Scheid\u201c aus einem alten Maschinenhaus errichtet. Sie konnte jedoch nur in der w\u00e4rmeren Jahreszeit benutzt werden, da sie nicht beheizbar und nicht ganz verglast war.<br \/>\nIm 1. Weltkrieg verwahrloste das Geb\u00e4ude. Man verkaufte es schlie\u00dflich nach Laubuseschbach.<\/p>\n<p>Am 16.01.1927 beschloss der Turnverein, eine neue Turnhalle zu bauen.<br \/>\nMan kaufte eine Holzbaracke in Worms, lie\u00df sie dort abbrechen und \u201enagelfrei\u201c zur Bahnstation Oberbrechen liefern.<br \/>\nDie Grundsteinlegung fand am 5.8.1928 statt. Herrn August B\u00f6cher dankte man besonders. Er hatte vor seiner Auswanderung nach Amerika<br \/>\ndem Verein eine gro\u00dfz\u00fcgige Spende zukommen lassen.<br \/>\nHunderte von Fahrten mit Pferdefuhrwerken waren n\u00f6tig, um die Holzbalken und Bimssteine von Oberbrechen und den Splitt von Weyer nach M\u00fcnster zu transportieren. Alle diese Fahrten wurden von den Mitgliedern durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDas Fachwerk der Halle wurde in Eigenhilfe aufgestellt und ausgemauert.<br \/>\nDie Fenster erhielt man vom Turnverein Seelbach. Zur Deckung der Kosten f\u00fcr Handwerker, die das Geb\u00e4ude fertig stellten, wurden an die Mitglieder des Vereins Anteilscheine verkauft.<br \/>\nAm 19.-20.05.1929 wurde die neue Turnhalle eingeweiht.<br \/>\nIn den Jahren 1937\/38 geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten. Die Anteilscheine konnten nicht so schnell wie erwartet bei den Mitgliedern eingel\u00f6st werden. Dringende Reparaturen wurden n\u00f6tig.<br \/>\nIm Protokoll vom 18.06.1938 ist nachzulesen:<br \/>\nWir stellten im Januar 1938 an die Gemeinde den Antrag, f\u00fcr die Mitbenutzung der Turnhalle durch die hiesige Schule uns j\u00e4hrlich eine Entsch\u00e4digung von 300,00 RM zu zahlen, damit wir unseren Verpflichtungen nachkommen konnten. Die Gemeinde lehnte diesen Antrag ab, erkl\u00e4rte sich aber bereit, die Halle zu \u00fcbernehmen.<br \/>\nIm August 1938 wurde sie an die Gemeinde \u00fcbergeben. Sie \u00fcbernahm auch die Restschulden von 9.500,00 RM.<br \/>\nVermutlich spielten aber auch die damaligen politischen Verh\u00e4ltnisse bei der \u00dcbernahme der Gemeinde eine Rolle.<br \/>\nIm Jahre 1975 wurde dann die S\u00fcdseite angebaut.<br \/>\nNach der Gebietsreform 1974 ging das Geb\u00e4ude in den Besitz der Gemeinde Selters \u00fcber.<br \/>\nIn den Jahren 1987 \u2013 1989 wurde die Nordseite unter der Leitung von Karl-Heinz Winter in \u00fcber 7.000 freiwilligen Arbeitsstunden angebaut.<br \/>\nDurch ein Gutachten stellte die Gemeinde 2011 fest, dass das Dach der alten Halle\u00a0 nicht mehr tragf\u00e4hig ist.<br \/>\nDaraufhin wurde dieser Teil f\u00fcr jegliche Nutzung gesperrt.<br \/>\nDie Gemeindevertretung entschied sich schlie\u00dflich zum Abriss des alten Teils und den Neuaufbau eines gro\u00dfen Saals.<br \/>\nVoraussetzung f\u00fcr diesen Entschluss war, dass die Gemeinde Selters mit dem Turnverein einen Nutzungsvertrag f\u00fcr die gesamte Halle abgeschlossen hat.<br \/>\nDie Gemeinde bleibt weiterhin Besitzer des Geb\u00e4udes.<br \/>\nDer Turnverein verpflichtet sich,f\u00fcr die Dauer von 25 Jahren, s\u00e4mtliche Kosten f\u00fcr das Geb\u00e4ude zu \u00fcbernehmen.<br \/>\nAm 19.12.2015 , nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit, wurde die Einweihung gefeiert.<\/p>\n<p>Der Saal des Gastwirts K. Laux konnte, so wird im August 1925 berichtet, im Winter nicht mehr benutzt werden. Deswegen dachte man zun\u00e4chst daran die bestehende Halle im Scheid winterfest zu machen, sie also zu verglasen und mit einer anderen Decke und neuem Boden zu versehen. Die Arbeiten selbst sollten in Eigenhilfe geleistet werden, die Materialkosten wollte man durch Extrabeitr\u00e4ge, Preiskegeln und Gemeindezusch\u00fcsse decken.<\/p>\n<p>Am 16.01.1927 fasste man jedoch den Beschluss, eine neue Turnhalle zu bauen. Noch heute sollte wir diesen Mitgliedern f\u00fcr ihren Entschluss dankbar sein. Denn betrachtet man sich die damalige finanzielle Lage des Vereins, so wird deutlich, dass nur mit viel Mut und Opferbereitschaft ein solches Vorhaben in Angriff genommen werden konnte<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Der Kassenbestand von\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1925 165,11 Mark<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Auf der Sparkasse waren angelegt\u00a0\u00a0 100,00 Mark<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Einnahmen von 1926\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 593,64 Mark<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Ausgaben von 1926\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">517,82 Mark<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0165,82 Mark<\/p>\n<p align=\"LEFT\">(Protokollauszug vom\u00a016.01.1927)<\/p>\n<p>Man lie\u00df sich auch von geringeren Einnahmen beim Fest im Juli 1927 nicht abschrecken und w\u00e4hlte eine Baukommission. Dann kaufte man eine Holzbaracke in Worms, lie\u00df sie von Maurermeister Stoll mit Hilfe von Vereinsmitgliedern aus M\u00fcnster dort abbrechen und nagelfrei zur Bahnstation Oberbrechen liefern.<\/p>\n<p>Die Grundsteinlegung fand am 05.08.1928 statt. S\u00e4mtliche Vereine zogen von der Schule aus zum Bauplatz. Lehrer Kissel und B\u00fcrgermeister Fink hielten\u00a0 die Ansprachen, eine Urkunde wurde eingemauert, auch die Gesangsvereine \u201eHarmonie\u201c und \u201eBruderliebe\u201c wirkten mit. Herrn August B\u00f6cher wurde f\u00fcr seine gro\u00dfz\u00fcgige Spende an den Verein in einer besonderen Feierstunde gedankt, bevor er nach Amerika auswanderte.<\/p>\n<p>Hunderte von Fahrten mit Pfefferfuhrwerken waren n\u00f6tig, um die Holzbalken und Bimssteine von Oberbrechen und den Splitt von Weyer nach M\u00fcnster zu transportieren. Alle diese Fahrten wurden von den Mitgliedern durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Fachwerk der Halle wurde in Eigenhilfe aufgestellt und ausgemauert. Fenster erhielt man vom Turnverein Seelbach. Zur Deckung der Kosten f\u00fcr Handwerker, die die Halle fertigstellten, wurden an die Mitglieder des Turnvereins Anleihscheine verkauft.<\/p>\n<p>An Pfingsten 1929 wurde die neue Turnhalle, deren Bau nur durch den freiwilligen und kostenlosen Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder m\u00f6glich geworden war, eingeweiht. Am Kommersabend wirkten der Turnverein M\u00fcnster eine Gauriege und die beiden Gesangsvereine mit.<\/p>\n<p>Die alte Halle am Scheid wurde nach Laubuseschbach verkauft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein baut eine Turnhalle Die erste Turnhalle wurde bereits 1904 \u201eim Scheid\u201c aus einem alten Maschinenhaus errichtet. 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